Zillo Magazin (Juni 2001)

 

Obsidian Moon "Nightshade Dreams"


"Obsidian Moon ist das Soloprojekt von Artemis, der sein Album "Nightshade Dreams" in Eigenregie eingespielt hat. Selbst der Nachtromantik des Mondes verfallen steht die Musik ebenfalls ganz im Zeichen dunkler Melancholie. Das Album bietet unter dominantem Einsatz elektronischer Musik die Vielfalt selbiger. Neben einem tanzbaren Aspekt vermag Artemis der Musik aber auch eine spielerische und träumerische Note zu verleihen. So finden sich in seinem Dark-Wave-Gewand auch Verzierungen aus dem Ambient und Trance-Bereich, pointieren gelegentliche Piano- und Streichereinsätze balladeske Stimmungen. Obsidian Moon lebt sowohl musikalisch als auch textlich Gegensätze wie Liebe und Hass, Trauer und Glück oder Energie und Depression, was dem Album eine sehr durchdachte, inhaltliche Tiefe mit eigenem Charakter gibt."


Frank Rummeleit



 

Sonic Seducer (März 2001)

 

Obsidian Moon "Nightshade Dreams"


"Hier hat ein Musiker mitgedacht und seiner Eigenproduktion ausführliches Infomaterial, alle Texte des Albums und entsprechende Eläuterungen zu den Texten beigelegt. Obsidian Moon besteht aus Thomas (oder auch Artemis) und seinem Jamaha Ex-5, ist somit ein Ein-Mann-Projekt. Artemis selbst beschreibt seine Musik folgendermaßen: "...Daher lebt die Musik in erster Linie von persönlichen Emotionen, Leidenschaft und süßer Melancholie. Die musikalische Umsetzung beinhaltet einen hohen Einsatz klassischer Instrumentalisierung wie Streicher, Flöte oder Piano. Die eigentliche Stilrichtung jedoch ist schwierig zu definieren...." Richtig! Je nach Intention des einzelnen Liedes schwankt die Stilrichtung zwischen epischem Metal, trancigem Electro, Gothic und etwas sehr Eigenem. Man merkt "Nightshade Dreams" an, daß nicht nur ein sehr emotionaler, nachdenklicher Geist hinter der Musik steckt, sondern auch jemand, der das Musikmachen versteht. Ein ausgereiftes Werk, das es sicher verdient hat, einer größeren Hörerschaft zugänglich gemacht zu werden."


Frauke Stöber

 

Heavy, oder was!?


(Februar 2001)


Obsidian Moon "Nightshade Dreams"


"Hier handelt es sich um ein Ein-Mann-Projekt eines unter dem Pseudonym Artemis agierenden Mannes. Beeinflußt wurde das gut vierzigminütige Schaffen auf "Nightshade Dreams" von der Zuneigung des Erbauers zum Black Metal der Marke Bal-Sagoth, Cradle of Filth & Co. auf der einen, sowie seiner "Liebe zur Nacht und ihrer dunklen Schönheit" auf der anderen Seite. Solcherart eigestimmt legt man dann die Scheibe in den Schacht, harrt der Dinge, die da kommen mögen und wird gleich beim balladesken Titeltrack zweifach überrascht. Zum einen überrascht ein unerwartet guter Sound, vielmehr jedoch sticht die sehr gute, auf angenehme Weise melancholische Stimme des Mainmans heraus. Singen kann er, daß muß man ihm lassen. Musikalisch hingegen stoßen mich die teils seltsam wirkenden, beständig sphärisch wabernden Rhythmen zum größten Teil ab. Hier ist wohl der typische Fall einer rezensionsmäßigen Fehlbesetzung gegeben. Ich sehe es förmlich vor mir, wie etwa unser dann und wann hochgradig verwirrter Schöngeist, der Michel-Tommi, zu diesen verträumt/nebulösen Tönen begeistert den nächstbesten Schwan begattet (Hofmann, du grober Metal-Klotz! Meine Schwäne und ich führen eine rein platonische Beziehung! - der Tommi). Nun ja, nicht jedermanns Sache, solche "orchestralen Klangkaskaden" - Michele würde diesen oder einen ähnlichen Begriff hierfür verwenden, wetten? - dennoch sei auch von dieser Warte aus ein ambitioniertes Projekt den Möglichkeiten entsprechend gewürdigt. Lieber Artemis, ich würde diese Scheibe noch einmal an unseren Redaktions-Traumtänzer persönlich schicken. Ein Interview dürfte gewiss sein... (Geht klar... um Mitternacht am stillen Hain, der im Mondlicht silbern funkelt - der Traumtänzer).

 

Arno Hofmann (7 open mindete Punkte)